SubprojectZero
Gründungsdokument

Das Zero-Manifest

Deine Nachrichten sind deine Gedanken. Und ein Gedanke sollte keine Akte sein.

Alles, was du schreibst, gehört dir nicht mehr, sobald du auf Senden drückst.

Es geht nicht um das, was du sagst. Es geht um das, was bleibt. Verschlüsselung schützt den Weg der Nachricht. Ihre Leiche schützt niemand.

Deine Gespräche verschwinden nicht. Sie sammeln sich. Sie warten. Eines Tages liest sie jemand aus dem Zusammenhang gerissen, fünf Jahre zu spät, und entscheidet damit, wer du bist.

Der Feind ist kein Hacker mit Kapuze. Der Feind ist das Gedächtnis. Die Dauerhaftigkeit. Die Idee, dass alles gespeichert werden muss, nur für den Fall.

Man hat uns beigebracht, «kostenlos» zu nennen, was wir mit unserer Vergangenheit bezahlen.

Subproject Zero verkauft keine Privatsphäre. Wir untersuchen die Maschine, die sie Stück für Stück zersetzt, und beschreiben sie, wie sie ist.

Keine Namen. Keine Gesichter. Keine Spur.

Denn das einzige wirklich freie Gespräch ist das, das nicht gegen dich verwendet werden kann. Nicht in fünf Jahren. Nicht morgen. Nie.

— Subproject Zero